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PRAXISTEST DES SX-1 VON RITTER UND STARK

Am Freitag, dem 07.04.2017 war das Team von R&S von der Schweizerischen Mittelkaliber Schützengesellschaft eingeladen, an einem gemeinsamen Schießen auf 1000m mit dem SX-1 MTR teilzunehmen.

Hierzu der Link:

PRAXISTEST DES SX-1 VON RITTER UND STARK


In der Welt der Präzisionsgewehre ist die Modularität zur Zeit eines der grossen Themen. Mit der Evaluation der Precision Sniper Rifle (PSR) durch die United States Special Operations wurde eine neue Generation von Scharfschützengewehren ins Leben gerufen, die sich auch bei Sportschützen einer sehr grossen Beliebtheit erfreut.


Am 7. April 2017 durften wir den neusten Spross dieser PSR-Generation auf 1000m testen, das SX-1 MTR von Ritter und Stark. Schon vor dem Test gab das Gewehr einiges zu diskutieren, denn es hat einige Merkmale, die es speziell machen. Was als erstes auffällt ist das geringe Gewicht, das in vielen Momenten ein Vorteil ist, sich aber auch auf die Stabilität beim Schiessen auswirken kann. Und tatsächlich, das SX-1 ist ein leichtes Gewehr dass eine feine Hand benötigt, Grobmotoriker kaufen besser eine schwerere Waffe, die kundige Hand freundet sich jedoch schnell mit dem Gewehr an, und dank des sehr feinen Kugelabzugs war eine präzise Schussabgabe spätestens nach dem vierten Schuss kein Problem, die Waffe schoss im Kaliber .338 Lapua Magnum Schuss für Schuss genau auf die kleine Stahlplatte von 30cm x 40 cm, die auf 1012m stand.

Als zweites ist uns die sehr kurze Verschlussführung aufgefallen. Was beim ersten Handling noch etwas verwunderte war dann aber im Schiessbetrieb nicht mehr zu spüren, der Verschluss lief während des Tests ohne Probleme, und es waren doch 22 Schützen, die das Gewehr unter die Lupe nahmen und damit hat es seine erste Feuertaufe gut überstanden.


Ein Alleinstellungsmerkmal ist auch, dass der Lauf und die Picatinny-Schiene eine Einheit bilden, und dies trotzdem einen einfachen Kaliberwechsel ermöglicht. Dadurch können bereits voreingestellte Optiken für jedes Kaliber verwendet werden. Der daraus resultierende Zugewinn an Präzision ist gerade beim Wechsel auf ein tieferes Trainingskaliber wie die .308 durchaus willkommen.


Aussage eines unserer Tester, Mark:


Die Waffe benutzt wo immer möglich Standard Bauteile bzw. Schnittstellen (AR-15 bei Griff und Hinterschaft, M18 Gewinde für MFD/Schalldämpfer, Magazine von AI bzw. SR25 kompatible in .308 Win. etc.). Gute Verstellbarkeit und viele Möglichkeiten der Anpassung an den Schützen. Präzision, zumindest was ich davon gesehen habe war sowohl mit Handladung als auch mit RUAG Fabrikmunition gut bis sehr gut. Die Waffe hat einen stabilen Eindruck gemacht, sowohl im Anschlag als auch im Schuss.


 

Die Modularität zieht sich durchs ganze System, Rem. 700 Abzug, AR Pistolengriff und Schaftrohr erlauben mannigfaltige Umbauten, wobei gerade der Original-Schaft durch seine sehr gute Einstellbarkeit überzeugt hat. Auch bei den Magazinen kann zwischen Single Stack und Double Stack gewählt werden, wobei der Adapter jedoch beim Kaliberwechsel auch getauscht werden muss, was gegenüber anderen Systemen mit Einheitsmagazin einen kleinen Mehraufwand bedeutet. Dafür sind viele gängigen Magazine der verschiedenen Kaliber mit der Waffe kombinierbar, und wer z.B. schon vier Sako Magazine für viel Geld gekauft hat weiss dies sehr zu schätzen.


Das neue Herstellverfahren des Laufes liess sich in diesem Sinn durch uns nicht testen, was wir dem Gewehr attestieren können ist, dass es gutmütig auf die Lauferwärmung reagiert hat und fein geführt die Stahlplatte nach jeder Schussabgabe erklingen liess. Der geflutete Lauf mit seiner sehr wirkungsvollen 4-Kammer Bremse bei der .338 resp. der 3-Kammerbremse bei der .308 kann auch in verschiedenen Ausführungen bestellt werden. Die von Ritter und Stark zur Verfügung gestellte Munition von Lapua, die 300gr Scenar, war leider mit einer Mündungsgeschwindigkeitsdifferenz von 13m/s nicht unser Liebling, aber mit der von uns bereitgestellten RUAG P Ball mit 252gr reduzierte sich dies auf 5m/s und bestätigte, dass die Waffe auch mit dieser Munition gut zurecht kommt, ein für uns wichtiger Aspekt, denn diese präzise Patrone ist verhältnismässig günstig in der Schweiz erhältlich.

Unser erstes Fazit fällt durchaus positiv aus, und wir freuen uns, dass es bereits Mitglieder gibt, die sich für den Kauf einer SX-1 interessieren, ermöglicht es uns doch über einen längeren Zeitraum über die Erfahrungen mit diesem Gewehr zu berichten. Ein erstes Fazit ist sicher, dass die SX-1 bei kundiger Hand sehr präzise eingesetzt werden kann und dabei mit viel Modularität eine individuell auf die Bedürfnisse des Schützen abgestimmte Lösung ermöglicht.


Herzlichen Dank an unsere Longrange-Kollegen Christian und Jörg von Ritter und Stark und für die zwei bereit gestellten Waffen, und wir freuen uns darauf, wieder über die Erfahrungen mit der SX-1 zu berichten. Für alle Kritiker der Wechsellaufsysteme sei noch vermerkt, dass zurzeit ein solches PSR-System unsere Bestenliste bei den Präzisions-Resultaten anführt, aber davon ein anderes Mal.


SMKSG, 12. April 2017

12.04.2017 Back to news feed

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